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Schönheit: Das ist die Wahrheit, die den Raum erhellt, die alterslose Schönheit, die uns den Weg aus dem Kreise weist. Ohne Kehr- und Schattenseite. Aus dieser Perspektive triumphiert die Schönheit mühelos über das Nichts: Die Kunst - oder das, was man auch als Poesie bezeichnet – wird zum natürlichen Ausweg. Doch wie kann man Schönheit heutzutage zeigen? Ist sie eine Verirrung der Geschichte, ein Über-die-Ufer-treten der Gegenwart, eine vertikale Beleuchtung? Handelt es sich um eine beständige Epiphanie, die sich die Zeit als alleinigen Begleiter erwählt? Um eine Substanz, die der Metaphysik noch überlegen ist, die sich gar über die Frage von Leben und Tod hinwegsetzt? Ich denke, dass dem so ist. Sehen Sie sich meine Kunst an: Sie ist jenseits der Überwertung des Negativen, gänzlich frei von künstlich hermetischer Schwere. Sehen Sie, wie hier der Denn genießt die absolute Perfektion nicht eine besonders merkwürdige Freiheit? Sie ist allein auf sich selbst bezogen, gibt sich ganz dem Glück hin, als sie selbst und als ein anderer als sie selbst zu existieren. Sehen Sie, wie sie ganz in der beglückenden Empfindung aufgeht, sich ihrer selbst treu allein an der eigenen Existenz zu erfreuen. Denn wie Montaigne (vgl. Essais, III, 13) so treffend formulierte, ist die absolute, ja göttliche Perfektion erreicht, wenn man es versteht, sich loyal am eigenen Sein zu erfreuen. Autoportraits zweifellos, doch luftig leichte, denn sie sind frei von jeglichem expressionistischen oder psychologischen Ballast sowie von der universell anzutreffenden Negativität. Sie sind die plötzliche Verlängerung eines vorsokratischen Paradieses, unerreichbar für die übliche Parodie, den Trash-Erotismus, die auferzwungene Sentimentalität. Eine Kunst, die nicht nur vom Tode bedroht sein dürfte.
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